Zwischen Anwärter und Mitglied – die erste Zeit im Verein

24. September 2019 Alina Sophie

Als Mitglied können unsere studentischen UnternehmensberaterInnen bereits Projekterfahrung aufzeigen. Diese Erfahrung sammeln die AnwärterInnen in ihrem Anwärterpojekt. Mehr dazu, inklusive aktuellem Beispiel, im folgenden Blogbeitrag.

Zwischen Anwärter und Mitglied – die erste Zeit im Verein

 Nachdem wir die heiße Phase bei STUNT e.V. inklusive Bewerbungsprozess und zahlreichen vorbereitenden Schulungen erfolgreich durchlaufen haben, befinden wir uns als sogenannte AnwärterInnen zur Zeit mitten in unserem ersten offiziellen Projekt – dem Anwärterprojekt, kurz auch AWP.

Bei STUNT e.V. dient die Anwartschaft dazu, langsam an den Verein herangeführt zu werden, nach und nach die unterschiedlichen Ressorts und Bereiche kennenzulernen, in denen man sich engagieren möchte und auch im Rahmen des AWP erste Projekterfahrung zu sammeln. Ist dieses abgeschlossen und sind alle Voraussetzungen erfüllt, wird aus einer Anwärterin oder einem Anwärter ganz offiziell ein Mitglied bei STUNT e.V.

Was verbirgt sich hinter einem AWP?

In Teams aus drei bis fünf Personen wird jeweils ein Projekt für ein Unternehmen oder eine Organisation übernommen. Dabei handelt es sich meist um regionale Start-Ups oder gemeinnützige Vereine, da Kooperationen dieser Art eine Win-win-Situation für alle beteiligten Parteien darstellen: wir können die jungen Unternehmen auch bei eingeschränkten Ressourcen optimal unterstützen, während uns Anwärtern und Anwärterinnen die Möglichkeit geboten wird, die Projektarbeit praxisnah zu erlernen.

Ziel des AWP ist es, durch selbstständiges und freies Arbeiten Erfahrungen in Bezug auf Planung und Durchführung der Prozesse eines Projektes zu erlangen und währenddessen den richtigen Umgang mit einem Kunden zu lernen

Das beschriebene AWP hat das Ziel, für das Startup-Unternehmen Novascale herauszufinden, inwieweit eine neue biotechnologische Methode in der Wirtschaft auf Interesse stößt, um so den Markt und damit den weiteren Unternehmensweg besser einschätzen und vorbereiten zu können. Das junge Unternehmen hat kürzlich eine Echtzeit-DNA-Analyse an der Universität Bielefeld etabliert, die einen vollständigen, zuverlässigen und schnellen Überblick über die mikrobiologische Beschaffenheit von Proben ermöglicht.

Das Team

Das AWP bietet somit nicht nur tolle Möglichkeiten, fachliche Kompetenzen und Soft Skills zu erwerben, sondern macht auch einfach Spaß. Die Arbeit im Team schweißt zusammen und man kommt in Kontakt mit anderen Studierenden aus unterschiedlichen Semestern und Fachrichtungen. Dieses interdisziplinäre Wissen ist nicht nur kennzeichnend für eine studentische Unternehmensberatung, sondern hat uns in der Tat schon manche Aufgabenbewältigung erleichtert.

Das Projektteam bilden Vera Niehues (Health Communication, Bachelor) Catharina Röhner (Public Health, Master), Daniel Schröder (Wirtschaftsinformatik, Bachelor) und Alina S. von Garrel (Psychologie, Bachelor).

Wie ist das Projekt aufgebaut?

Um das Unternehmen in dem jeweiligen Ziel zu unterstützen, wird das Projekt in mehrere Module und Arbeitspakete aufgeteilt. Das Ganze zieht sich in der Regel über ca. vier Monate bis in den Herbst hinein.

Begonnen wird, nach Bewerbung und Besetzung der jeweiligen Projekte, zunächst mit der Erstellung eines Angebots. Da dies ziemlich schnell geschehen muss, handelt es sich dabei um eine sehr intensive Phase. Wurde das Angebot dann aber erfolgreich präsentiert und angenommen, macht man sich an die Durchführung der Module. Abgeschlossen wird das Projekt letztlich mit einer Abschlusspräsentation vor dem Kunden, dem STUNT-Vorstand und einer kurzen Vorstellung auf einer Mitgliederversammlung.

Novascale – was war und was bevorsteht

Um Novascale beim Erreichen des Ziels, Unternehmen der Food-und-Health-Care-Branche für deren Services rund um neue Biotechnologien und deren Einsatzmöglichkeiten zu gewinnen, zu unterstützen, sind wir zunächst mit einer Ist-Analyse gestartet. In diesem ersten Modul haben wir uns einen Überblick über wichtige Firmen-Interna verschafft und den Status quo erfasst. Daran schloss sich eine Kundenanalyse an, auf deren Grundlage dann iterativ mit Novascale zusammen ein Fragebogen für die Umfrage erstellt werden konnte, mit welchem ausgewählte Unternehmen per Mail kontaktiert wurden.

Aktuell befinden wir uns im vorletzten Modul, dem Erstellen eines Marketingkonzepts. Dazu werten wir die Umfrage nun zunächst aus und tragen die Ergebnisse zusammen, indem wir eine Kundenanalyse sowie daran anknüpfend einen Lagebericht verfassen werden. Dieser fungiert als Basis für das letzte Modul, die Konzeptualisierung. Hier soll eine konkrete Strategie inklusive Handlungsempfehlungen für die weitere Kundenakquise erarbeitet werden. Alle Ausarbeitungen werden Novascale in einem Ergebnisbericht abschließend zur Verfügung gestellt.

Insgesamt kann in einem Anwärter-Projekt unter Beweis gestellt werden, dass man es als zukünftiges STUNT-Mitglied beherrscht, sich in konkrete Aufgaben einzuarbeiten, Hindernisse zu überwinden und dabei erfolgreich gute Ergebnisse zu erzielen.

Es ist jedes Semester wieder schön zu sehen, wie sich trotz anfänglich zum Teil noch fehlender Erfahrung im Projektbereich, ein funktionierendes Team bildet, sich Abläufe einspielen und man sowohl fachlich als auch persönlich an den Herausforderungen wächst.

 

Autorin: Alina Sophie von Garrel, Projektmitglied