Warum führen Unternehmen Mitarbeiterbefragungen durch? STUNT klärt auf!

30. März 2021 KS IT

Warum führen Unternehmen Mitarbeiterbefragungen durch? STUNT klärt auf!

Aus unserem vorherigem Blog-Post im Februar wissen wir, dass die Arbeitszufriedenheit und die Arbeitsmotivation der MitarbeiterInnen für den Erfolg des Unternehmens essentiell sind. Hier geht es zum Beitrag: Arbeitszufriedenheit im Home-Office

Zufriedene Mitarbeiter sorgen für zufriedene Kunden. Anstelle von strengen Maßnahmen, die nur Stress und negative Emotionen hervorrufen, sollte man also an der Arbeitsmotivation und der Arbeitszufriedenheit der MitarbeiterInnen ansetzen. Dies gelingt Ihnen jedoch nur dann, wenn Sie den IST-Zustand Ihrer MitarbeiterInnen kennen, um einen Anhaltspunkt zu haben, an dem in einem nächsten Schritt durch entsprechende Maßnahmen angeknüpft werden kann. So kann die Motivation und/oder die Zufriedenheit effektiv gesteigert werden.

In diesem Blogartikel soll es darum gehen, wie Sie die derzeitige Motivation und die Zufriedenheit Ihrer MitarbeiterInnen kennenlernen und worauf Sie dabei achten sollten. Den Ansatz, den wir Ihnen dafür vorstellen möchten, ist die Mitarbeiterbefragung.

Was sind Mitarbeiterbefragungen?

Fakt ist, dass für optimale Arbeitsleistung eine hohe Arbeitsmotivation und Arbeitszufriedenheit essenziell ist.
Eine Mitarbeiterbefragung ist ein integriertes Managementinstrument, womit anhand von Fragebögen unteranderem die Arbeitsmotivation der Mitarbeiter gemessen und gesteuert werden kann. Mitarbeiterbefragungen sind anonym und können durch „paper-pencil“ oder online durchgeführt werden. Die Ergebnisse dieser Befragung sollen gezielt genutzt werden, um zur Erreichung der Unternehmensziele beizutragen. Am Ende dieses Artikels kriegen Sie vier Tipps aus der Praxis, um Mitarbeiterbefragungen besser durchführen zu können.

Wieso sollte man Mitarbeiterbefragungen durchführen?

Durch Mitarbeiterbefragungen können Sie als Unternehmensleiter herausfinden, was genau der einzelne Mitarbeitende an Ihrem Unternehmen ansprechend findet.
Aus welchem Grund haben Ihre MitarbeiterInnen das Bedürfnis, für Sie und Ihr Unternehmen zu arbeiten?
Ebenfalls sehr interessant und relevant zu verstehen sind Faktoren, die eine Bindung zum Unternehmen verhindern und zu hoher Fluktuation innerhalb des Unternehmens führen können.
Es macht also Sinn, Ihre MitarbeiterInnen bezüglich ihrer Arbeitsmotivation und Arbeitszufriedenheit zu befragen, um 1) früh genug korrigierende Maßnahmen zu ergreifen und 2) bestärkenden Faktoren zu fördern.

Unsere Tipps aus der Praxis!

Wir haben festgestellt, dass Mitarbeiterbefragungen bedeutsam für die Unternehmenskultur und den Unternehmenserfolg sind.

Aber wie geht man nun vor?

Mitarbeiterbefragungen sollten ganz bewusst und gutdurchdacht durchgeführt werden, weil es bei einer falschen Anwendung zu Verzerrungen der Ergebnisse kommen kann. Beim Erstellen der Fragen gibt es vieles zu beachten und im Folgenden geben wir Ihnen Tipps aus der Praxis an die Hand, die Sie bei der Erstellung und Durchführung von Mitarbeiterbefragungen berücksichtigen sollten.

  1. Je konkreter die Fragestellung, desto höher der Informationsgewinn:

    Der Fragebogen sollte möglichst kurz sein. Daher ist es wichtig sich bei jeder einzelnen Frage genau zu überlegen, welcher Informationsgewinn dadurch erzielt wird. Beispielsweise ist das Item “Wie zufrieden sind Sie?” in fast jedem Fragebogen zur Mitarbeiterzufriedenheit enthalten, aber bringt nahezu keinen Informationsgewinn. Dann weiß man zwar, dass die Mitarbeitenden unzufrieden sind, kann aber keinerlei Hintergründe erkennen und entsprechend auch keine korrigierenden Maßnahmen ergreifen. Sinnvoller ist beispielsweise die Frage “Welche Ursache führt in Ihrem Arbeitsalltag zu großer Unzufriedenheit?”

  2. Keinen Hunger wecken, der nicht gestillt werden kann:

    Durch das Erfragen von Kritik und Verbesserungsvorschlägen weckt man automatisch die Erwartung, dass diese auch aufgenommen und umgesetzt werden. Entsprechend gilt es sich gut zu überlegen, welche Erwartungen überhaupt gedeckt werden können, um dementsprechend die Fragenauswahl zu treffen. Die Frage nach der Zufriedenheit mit dem Gehalt sollte beispielsweise ausgelassen werden, wenn von vornherein klar ist, dass am Gehalt nichts geändert werden wird.

  3. Anonymität vs. Betrachtung von Teilgruppen:

    Natürlich macht es Sinn, den Fragebogen hinsichtlich einzelner Teilgruppen auszuwerten, um beispielsweise Unterschiede zwischen Altersgruppen, Abteilungen oder Geschlechtern festzustellen. Allerdings leidet darunter schnell die Anonymität der Probanden. Werden beispielsweise die obigen demografischen Daten erfasst und es gibt nur einen Mann in der jeweiligen Abteilung, kann dieser durch seine Angaben identifiziert werden. Hier muss dann auf einzelne Fragen verzichtet oder beispielsweise eine gröbere Aufteilung getroffen werden. Zum Beispiel gibt man die Angaben der Mitarbeiter derselben Abteilung in einem Bündel an, sodass man weiß, aus welcher Abteilung sie stammen, diese jedoch auf keine Einzelperson zurückzuführen sind.

  4. Die Herausforderung mit Online-Befragungen:

    Die online Erhebung ist natürlich deutlich schneller und einfacher in der Auswertung, allerdings verfügt nicht jede*r Mitarbeitende über Zugriff zu einem Rechner. In diesem Fall sollte also sichergestellt werden, dass in einem neutralen Raum ein öffentlicher Rechner angeboten werden kann, über den betroffene Mitarbeitende online teilnehmen können. Dieser sollte selbstverständlich so gelegen sein, dass nicht eingesehen werden kann, wer diesen wann betritt.

Die Umsetzung

Mitarbeiterbefragungen helfen Ihnen dabei vorhandene Probleme zu lösen. Durch die Ergebnisse einer Mitarbeiterbefragungen können Sie diese identifizieren und priorisiert angehen. Der Beitrag der Mitarbeiterbefragung ist für manche Mitarbeiter nicht zufriedenstellend, weil es leider nur wenigen Unternehmen gelingt aus den Ergebnissen nachhaltige Verbesserungen umzusetzen. Wir von STUNT e.V. möchten Ihnen ans Herz legen, dass Mitarbeiterbefragungen sorgfältig geplant, durchgeführt und ausgewertet werden und Sie die identifizierten Probleme wirklich angehen sollten. Wenn Sie aktuell vor einer solchen Herausforderung stehen und sich Unterstützung wünschen, können Sie sich unverbindlich über das Kontaktformular bei uns melden.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!