Nach der Anwartschaft bei STUNT durchstarten!

28. November 2019 Alina Sophie

Bald ist es soweit

Meine Projektmitglieder und ich stehen kurz vor dem Abschluss unseres Anwärterprojekts (AWPs). Das bedeutet, wir werden in wenigen Tagen, nach der Vorstellung des beendeten Projektes auf der Mitgliederversammlung, ganz offiziell auch als Mitglieder in den Verein aufgenommen.

Rückblickend ging die Zeit als AnwärterInnen unglaublich schnell vorbei und doch war sie sehr lehrreich und vor allem nötig. Denn, wenn man in einen Verein wie STUNT e.V. einsteigt, ist es nicht ungewöhnlich, dass sich zunächst einmal eine gewisse Überforderung einstellt. Es gibt so viele bestehende, geordnete Strukturen, Abläufe und Prozesse, dass man sich beginnt zu fragen: Wie soll ich da jemals ganz durchsteigen?

Doch glücklicherweise geht es fast jedem Neuling so. Und das weiß STUNT e.V.: Mit dem Konzept der Anwartschaft gelingt der Versuch, die sogenannten AnwärterInnen bei null abzuholen und Schritt für Schritt an den Verein und seine Strukturen heranzuführen.

Diese Zeit bietet die Möglichkeit, Engagement und Motivation – aber natürlich auch Qualifikationen – unter Beweis zu stellen. Denn neben dem AWP ist auch die vereinsinterne Arbeit sehr wichtig. So sollte sich jeder/jede AnwärterIn einem der fünf Ressorts – Öffentlichkeitsarbeit, Kundengewinnung, Personalentwicklung, Personalmarketing & Recruiting oder Qualitätsmanagement – zuordnen und sich dort einbringen sowie aktiv Themen mitgestalten. Wer gleich voll einsteigen möchte, kann sogar darüber nachdenken, eine leitende Position (z.B. als KompetenzstelleninhaberIn) zu übernehmen.

Schulungen, Weiterbildungen & Unterstützung

Damit STUNT e.V. nicht nur intern, sondern auch extern einen hohen Qualitätsstandard halten kann, muss gewährleistet sein, dass alle Mitglieder über grundlegendes Wissen verfügen. Daher ist es üblich, dass am Anfang der Anwartschaft, noch bevor das AWP startet, sogenannte Pflichtschulungen durchlaufen werden. Neben Online-Schulungen zu IT-, Finanz- und rechtlichen Themen zählen dazu z.B. auch eine Rhetorikschulung sowie jeweils eine Schulung zum Projekt- und Qualitätsmanagement. Hier werden wesentliche Informationen über die Arbeitsweise im Verein, die generelle Projektarbeit und viele weitere Tipps und Tricks vermittelt.

Sollten doch mal Probleme auftauchen, Unterstützung oder ein guter Rat benötigt werden – sei es bei Projekten oder anderen Aufgaben – kann man sich auf ein gut funktionierendes Netzwerk innerhalb von STUNT e.V. und über die Grenzen des Vereins hinaus (z.B. durch den BDSU und KuratorInnen) verlassen. Ein Beispiel dafür sind die „Lessons Learned“, die jedes Projektteam nach Abschluss anfertigt und mit dem gesamten Verein teilt. Sie dienen nicht nur als Reflektion, sondern helfen auch zukünftigen Teams, Fehlern vorzubeugen und Herausforderungen vorbereitet entgegenzutreten.

 

Rückblick auf das AWP

So durften auch wir in unserem AWP feststellen, dass selten alles nach Plan verläuft und konnten selbst die ein oder andere „Lesson Learned“ beisteuern. Während unsere Aufgabe unter anderem darin bestand, ein Ansprachekonzept auf der Basis einer Unternehmensumfrage zu erstellen, mussten wir spontan umdisponieren, da die Befragung nicht die Fülle an Informationen ergab, die wir uns erhofft hatten.

Auch, wenn dann einiges an Organisation sowie flexibles Denken und Handeln gefordert ist, lohnt es sich dranzubleiben. Trotz des abgeänderten Projektverlaufs konnten wir unserem Kunden Novascale einen interessanten und hilfreichen Projektabschluss präsentieren.

Außerdem sind wir auch als Team zusammengewachsen. Wenn gemeinsam kleine Krisen gemeistert und Ideen umgesetzt werden können, schweißt das zusammen.

Insgesamt lässt sich sagen, und da würde mir vermutlich jeder/jede (ehemalige/r) AnwärterIn zustimmen, dass ein sanfter Einstieg durchaus einiges erleichtert. Es macht Spaß, an dem AWP zu arbeiten und eigene Stärken und Schwächen besser kennenzulernen.

Zudem wird ermöglicht, zunächst in verschiedene Bereiche reinzuschnuppern, sich beispielsweise bei Fragen an eine/einen persönliche/n MentorIn – ein erfahrener STUNTie, die/ der je einem/einer AnwärterIn zur Seite steht – zu wenden und trotzdem alle Vereinsangebote, -events und -feiern mitzunehmen.